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Teuer wohnen auf Sylt

Studie – Teuer, teurer, Sylt

 

Die teuerste Straße Deutschlands ist nicht etwa eine weithin bekannte Prachtstraße wie die Elbchaussee in Hamburg – sondern der Hobookenweg in Kampen auf Sylt. Der Name dürfte eher Insidern ein Begriff sein – und diese sollten ein gut gefülltes Konto vorweisen, wenn sie sich in dieser kleinen Straße eine Immobilie zulegen wollen: Dort wurde kürzlich ein Reetdachhaus mit Blick über das Wattenmeer zu einem Quadratmeterpreis von 73.300 Euro verkauft. Damit ist die Adresse die mit Abstand teuerste in Deutschland, heißt es in einem aktuellen Marktbericht des Maklerhauses Engel & Völkers zu den exklusivsten Wohnstandorten des Landes.

 

Millionenstädte belegen Rang zwei bis fünf

Auf Platz zwei folgt der Kaiserkai in der Hamburger Hafencity, wo ein Quadratmeterpreis von 31.500 Euro erzielt wurde. Rang drei belegt die Thomas-Mann-Allee am rechten Isarufer in München-Bogenhausen. Dort wurde eine Edelvilla zum Quadratmeterpreis von etwa 25.000 Euro verkauft. Rang vier in der Liste der teuersten Straßen belegt der Hausvogteiplatz im ansonsten eher preiswerten Berlin: Dort sind die Quadratmeterpreise innerhalb der vergangenen zwei Jahre um satte 7.000 Euro auf bis zu 22.000 Euro gestiegen. Rang fünf belegt das Gerling-Quartier im Kölner Friesenviertel, wo kürzlich ein 330-Quadratmeter-Penthouse im kernsanierten und denkmalgeschützten „Haus Gerling“ für etwa 17.000 Euro pro Quadratmeter veräußert wurde.

 

Am Wasser ist es richtig teuer

Deutschlands zweitteuerste Ferieninsel ist Norderney, in der Viktoriastraße kletterten die Preise zuletzt deutlich um 4.800 Euro auf mittlerweile rund 16.000 Euro. Exklusiv ist bekanntermaßen auch Rottach-Egern am Tegernsee, wo die Quadratmeterpreise Spitzenwerte von rund 15.000 Euro erreichen. Auch an der Strandpromenade in Binz auf Rügen sind Ferienimmobilien enorm teuer: Bis zu 14.000 Euro pro Quadratmeter muss einkalkulieren, wer dort in erster Reihe am Meer logieren will. Ebenso teuer ist es im Frankfurter Stadtteil Westend im Onyx-Komplex in der Straße „Oberlindau“. Rang neun belegen die Straße „Altestadt“ unweit der Rheinuferpromenade in der Düsseldorfer Altstadt sowie der Stockmannsweg in Wyk auf Föhr mit Spitzenpreisen von bis zu 13.500 Euro pro Quadratmeter.

 

Hohe Preise in Nord und Süd

Teuer wie eh und je es ist es am Starnberger See: In der Straße „Fischbuchet“ in Berg am Ostufer liegen die maximalen Quadratmeterpreise bei stolzen 12.500 Euro, 500 Euro weniger sind es in der Wilhelmstraße auf der ostfriesischen Insel Juist. Knapp 11.000 Euro beträgt der Spitzenwert, der Am Bismarckturm im gleichnamigen Stuttgarter Stadtteil erzielt wurde. Exklusiv ist auch der Alpsteinweg in Konstanz, dort und in der Strandallee in Timmendorfer Strand werden bis zu 10.500 Euro pro Quadratmeter für Spitzenobjekte fällig. Bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter kostet es, in der Lichtentaler Allee im Nobel-Kurort Baden-Baden oder mit Meerblick an der Seepromenade in Warnemünde zu wohnen.

Auch wenn die Preise horrend wirken: Im Vergleich zu Standorten wie London oder der Cote d’Azur sind Hobookenweg und Co. gerade preiswert: So wurde in London unweit des Hyde Parks im vergangenen Jahr ein Penthouse zum Quadratmeterpreis vom umgerechnet rund 150.000 Euro verkauft, in der Avenue d’Ostende in Monaco kostet eine Wohnung durchaus bis zu 100.000 Euro pro Quadratmeter, wie Engel & Völkers 2014 berichtete. Im europäischen Vergleich liegt der Hobookenweg auf Rang acht der teuersten Straßen, München und der Starnberger See folgen auf Rang zwölf, Hamburg belegt Rang 16.

 

 

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