Bankschließfach – Was es zu beachten gilt

27. März 2015

 

Viele Bankkunden besitzen bei ihrer Hausbank ein Schließfach, in dem sie wertvolle Sachwerte oder Dokumente sicher aufbewahren. Ein Vorteil ist dabei die Anonymität, denn selbst die Mitarbeiter der Bank wissen natürlich nicht, was sich im jeweiligen Schließfach befindet.

Sichere Aufbewahrung im Bankschließfach

Statistisch betrachtet findet fast alle drei Minuten ein Wohnungseinbruch statt. Dabei werden Wertgegenstände von vielen Tausend Euro geraubt. Allein aus diesem Grund empfiehlt es sich, wenn Sie Bargeld, Schmuck, Münzen oder Wertpapiere in einem Bankschließfach aufbewahren. In vielen Bankfilialen ist es mittlerweile so, dass nicht in ausreichender Zahl Fächer zur Verfügung stehen, wie von den Kunden nachgefragt werden. Hinzu kommt noch, dass es bei manchen größeren Banken gar keine Schließfächer mehr gibt, sodass die Nachfrage am Markt mittlerweile das zur Verfügung stehende Angebot übersteigt.

 

Kosten für Bankschließfach richten sich nach Größe und Kreditinstitut

Es sind im Prinzip drei wesentliche Faktoren, die die reinen Kosten eines Bankschließfachs bestimmen. Es handelt sich dabei um:

  • Die Konditionen des Kreditinstituts als solches
  • Die Größe des Schließfaches
  • Die Versicherungssumme

 

Selbstverständlich ist, dass jede Bank ihre eigenen Konditionen – auch für die Schließfachnutzung –festlegt. Ein weiterer Faktor, der sich in nicht unerheblichen Umfang auf die jährliche Mietgebühr auswirkt, ist die Größe des Schließfaches. Hier sind die zur Verfügung stehenden Größen und somit auch die jährlichen Gebühren teilweise sehr unterschiedlich.

Manche Banken bieten zum Beispiel als kleinste Größe ein Schließfach von drei Litern an, während das größte Schließfach ein Volumen von über 200 Litern bieten kann. Somit kann es zu Preisunterschieden kommen, die sich zwischen 20 Euro im Jahr für das kleinste Schließfach und über 500 Euro jährlich für ein sehr großes Schließfach bewegen können.

Vermietung der Schließfächer mit und ohne Versicherung

Schloss_3Ein ganz wichtiger Punkt, auf den die Kunden bei der Miete eines Bankschließfaches achten sollten, ist eine integrierte Versicherung. Es ist nämlich nicht bei allen Kreditinstituten so, dass die Wertgegenstände im Bankschließfach automatisch versichert sind. So gibt es Banken, die eine Miete mit und ohne Versicherung anbieten. Demzufolge sollte der Kunde darauf achten, dass eine zusätzliche Versicherung vereinbart wird. Eine derartige Versicherung schützt dann nicht nur gegen Einbruch bzw. Diebstahl, sondern ebenso gegen Schäden, die zum Beispiel durch Brand oder Leitungswasser entstehen können. Fast immer ist es möglich, dass eine derartige Versicherung direkt über die jeweilige Bank abgeschlossen werden kann. Es gilt also zu beachten, ist, dass zur jährlichen Safemiete natürlich noch die Versicherungsbeiträge hinzukommen.

 

Auf die Höhe der Versicherungssumme achten

Wer sich für eine Versicherung des Bankschließfaches entscheidet, der hat bereits einen wichtigen Schritt zur sicheren Aufbewahrung getan. Darüber hinaus ist es jedoch ebenfalls wichtig, sich genau über die jeweilige Versicherungssumme zu informieren. Es kann nämlich sein, dass die im Schließfach aufbewahrten Dokumente oder Gegenstände einen größeren Wert als die Versicherungssumme haben und eine Unterversicherung droht. In diesem Fall gibt es lediglich die Möglichkeit, entweder eine passende Versicherungssumme zu vereinbaren oder alternativ die vorhandenen Werte auf zwei unterschiedliche Schließfächer oder Kreditinstitute aufzuteilen.

Übrigens ist es bei manchen Hausratversicherern so, dass auch die Werte in einem Bankschließfach mit abgesichert sind. Allerdings handelt es sich dabei meistens um relativ kleine Versicherungswerte, wie zum Beispiel maximal zehn Prozent der Versicherungssumme der Hausratversicherung. Darüber hinaus zahlt die Hausratversicherung meistens nur dann, falls der Kunde nachweisen kann, welche Werte sich im Schließfach befunden haben. Dies ist zum Beispiel durch Kaufbelege oder Rechnungen möglich.

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