Die eigenen Finanzen im Griff behalten – Vergleiche lohnen immer

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15. September 2016

 

Längst vergessen scheinen die Zeiten, in denen Auslandsreisende noch die bewährten traveller-cheques benötigten, um im Ausland bezahlen zu können. Viele Banken geben in heutige Zeiten EC- oder Visa/Mastercards aus, mit denen Geld in der jeweiligen Landeswährung vor Ort problemlos und oftmals ohne Gebühren abgehoben werden kann.

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen für Girokonten üblicherweise Gebühren für diverse Transaktionen von den Geldinstituten einbehalten wurden. Der heutige Verbraucher ist mündig geworden und hat vieles selbst in seiner Hand. Erleichtert wird ihm die komfortable Situation durch einen Finanzmarkt, der in den letzten Jahren kontinuierlich dem Verbraucher durch verbraucherfreundliche Produkte ein Stück näher gerückt ist. Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Angeboten lohnt mehr denn je, wer clever vergleicht, kann richtig Geld sparen.

 

Schwierige Zeiten

 

Zugegeben, die Renditen für Verbraucher sind angesichts einer anhaltenden Zinskrise und historisch niedrigem Leitzins so unattraktiv wie nie. Dennoch: Auch selbst in für den klassischen Sparer schwierigen Zeiten lässt sich nach wie vor die Spreu vom Weizen trennen, einige Anbieter locken selbst noch in schwierigen Zeiten mit vergleichsweise attraktiven Angeboten.

Alleine im Jahr 2016 werden die Sparer und Anleger im Bundesgebiet auf rund 82 Milliarden Euro Zinseinnahmen verzichten müssen. Mit den Jahren seit dem Ausbruch der Banken- und darauffolgenden Finanzkrise werden den Sparern laut Schätzungen von Experten zum Jahresende knapp 200 Milliarden Euro Rendite entgangen sein – für jeden Deutschen ein Verlust von 2.450 Euro Rendite.

 

Tagesgeld und Festgeld immer noch vergleichsweise attraktiv

 

bild-2Laut Bundesbank bekommen Tagesgeldanleger derzeit im Schnitt noch rund 0,4 Prozent und weniger für ihr Tagesgeld, einige Angebote zielen Richtung 0,1 bis 0,05 Prozent. Während auf dem klassischen Sparbuch der Zins schon länger bei null liegt, müssen sich Sparer derzeit noch mit rund 0,20 Prozent für ihr Tagesgeldkonto zufriedengeben.

 

Und dennoch: Unter den verschiedenen Anlageformen rangiert Tages- und Festgeld neben Girokonto und Sparbuch immer noch weit vorne in der Verbrauchergunst – noch weit vor Bausparvertrag, Lebensversicherung und Bargeld. So bieten einige Direktbanken sogar ein Girokonto mit Zinsen an, das sich in einigen Fällen auf dem Niveau aktueller Tagesgeldkonditionen bewegt und durchschnittlich zwischen 0,5% und 1% einbringt. Laut einem Experten gibt es auch Banken, die einen Mix aus Giro- und Tagesgeldkonto anbieten. Kontoinhaber können dabei alle herkömmlichen Funktionen eines Girokontos nutzen. Gerade in einer Niedrigzinsphase wie der jetzigen kann es sich also durchaus noch lohnen, einen Bankenvergleich für Girokonto, Tagesgeld und Festgeld durchzuführen. Obwohl die Sparzinsen stetig sinken, finden sich noch vergleichsweise attraktive Offerten.

 

So gibt es Kreditinstitute, die auch ein kostenloses Tagesgeldkonto zum Girokonto anbieten, das mit dem gleichen Online-Banking-Zugang komfortabler Weise mitverwaltet werden kann.

Andere Anbieter setzen statt einer Guthaben-Verzinsung auf Girokonten auf höher verzinste Tagesgeldkonten. Kontoinhaber können mit einem einfachen Mausklick oder per Dauerauftrag überschüssige Gelder vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto transferieren und höhere Zinsen einstreichen.

Und auch das Handelsblatt konstatiert im Hinblick auf das Girokonto: Einige Angebote können mit Tagesgeld-Sätzen konkurrieren.

 

Girokonten-Konditionen vergleichen und Geld sparen

 

So sieht das Blatt im Girokonto-Bereich eine echte Alternative für Aussteiger aus dem Zinsvergleichsrennen. Nach eigenen Angaben gibt es derzeit immerhin mindestens rund 20 Institute, die Zinsen für das Guthaben zahlen. Ein Vergleich lohne sich also unbedingt. In der Regel zahlen die Institute jährlich zwischen 0,10 Prozent und 0,3 Prozent. Überdies erheben einige von ihnen keinerlei Kontoführungsgebühren. Vereinzelte Banken zahlen derzeit noch bis zu einem Prozent Guthabenzins auf höhere, fünfstellige Kontobeträge.

bild-3Besonders im Privatebanking-Geschäft von Direktbanken gibt es Angebote ohne Kontoführungsgebühren, vielfach sogar ohne regelmäßigen Geldeingang. Gängige Praxis vieler Anbieter ist nämlich, die attraktiven Konditionen mit einem regelmäßigen Gehaltseingang zu verknüpfen.

Und auch bei Bargeldbezug kann es gravierende Unterschiede geben. Einige Institute bieten kostenfreie EC-Karten, teilweise sogar mit Visa- oder Master-Kreditkarten ohne Jahres-, Abhebe – und Fremdwährungsgebühren an.

 

Da der Markt gerade unter den Direktbanken im Privatkundengeschäft heiß umkämpft ist, locken immer mehr Anbieter mit attraktiven Erstkunden-Boni, die teilweise 100 Euro und mehr betragen können. Der Verbraucher kann sich die Konkurrenzsituation zu Nutze machen und sich bei einem Kontenwechsel eine Willkommensprämie sichern – gerade auch für Berufsanfänger und junge Neukunden lohnenswert.

 

Für junge Ehepaare und Familien kann sich ein Girokonto-Vergleich rentieren, wenn eine zweite EC-Karte für den nicht berufstätigen Ehepartner oder Partner mit geringer Bonität gewünscht ist. Einige Banken bieten die Vergünstigung in Form einer kostenlosen Partnerkarte zusätzlich an, um Kunden zu gewinnen.

 

Fazit: Das Beste aus der Situation herausholen

 

Wer bei seiner Sparanlage trotz historisch niedriger Zinsen dennoch nicht auf das Sicherheitsgefühl verzichten will, ist mit Fest- und Tagesgeld immer noch bestens aufgehoben, zumal wenn er in der Lage ist, das Geld nicht verfügbar halten zu müssen und für die Anlagedauer auf einen Zugriff verzichten kann – einem höheren Zinsertrag zuliebe. Bei einigen Anbietern für ein zweijähriges Festgeld sind das immerhin noch 1,4 bis 1,9 Prozent“. Gerade bei einer 2-jährigen Festgeldanlage sind die Zinsen noch relativ hoch. Der richtige Anlagemix für schwierige Zeiten kann aus ein gebührenfreien Girokonto in Kombination mit einem angeschlossenen Tagesgeldkonto bestehen.

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