Eigentumswohnungen in 2015 mit deutlichen Preissteigerungen

preise für eigentumswohnungen
6. Mai 2016

Immer mehr Verbraucher in Deutschland beklagen sich über deutlich gestiegene Mietpreise, die insbesondere nach einer energetischen Renovierung von Wohnungen verlangt werden. Teilweise steigen die Mieten nach grundlegenden Sanierungen, die insbesondere dem geringeren Energieverbrauch dienen sollen, um 40 Prozent und mehr. Eine ähnliche Entwicklung gibt es am Immobilienmarkt, wenn es um die Preise von Verkaufsobjekten geht. Darunter fallen nicht nur Ein- oder Zweifamilienhäuser, sondern insbesondere Eigentumswohnungen werden aufgrund des zunehmenden Platzmangels, vor allem in den Metropolen, immer beliebter und zugleich teurer.

Immobilienpreise steigen auf breiter Front

Bereits seit einigen Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland nahezu auf breiter Front, unabhängig davon, ob es sich um Objekte in Metropolen oder in Mittelstandstädten handelt. Eine Empirica Analyse belegt dies nun, nämlich dass insbesondere auch die Preise für Eigentumswohnungen im letzten Jahr (2015) deutlich gestiegen sind, und zwar um durchschnittlich mehr als sechs Prozent. Somit befinden sich die Eigentumswohnungen mit ihren Preisen auf einem Rekordniveau, was auch der Index für Eigentumswohnungen untermauert. Dieser stieg nämlich im 4. Quartal 2015 um über zwei Prozent an, nämlich exakt um 2,4 Prozent. Demgegenüber war beim Index für Ein- und Zweifamilienhäuser „nur“ eine Steigerung von 1,7 Prozent festzustellen. Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass die Kaufpreise bzw. deren Anstieg sich durchaus etwas unterscheiden, je nachdem, in welcher Art Städte sich die Objekte befinden.

Dies zeigen beispielsweise die Zahlen aus dem 3. Quartal 2015, die belegen, um wie viel Prozent die aktuellen Kaufpreise über diesem Niveau von 2015 liegen:

  • Kreisfreie Städte: 1,9%
  • Landkreise: 1,5%
  • deutschlandweit: 1,7%

Schaut man sich die Preise für Eigentumswohnungen im langjährigen Vergleich an, so sind die aktuellen Werte im Vergleich zu 2004 um durchschnittlich über 25 Prozent höher. In den kreisfreien Städten ist sogar ein Preisanstieg von fast 39 Prozent zu verzeichnen, während die Landkreise mit einer Preissteigerung von knapp 19 Prozent sogar noch relativ moderat dastehen.

Ranking bei den größeren Städten mit eindeutiger Reihenfolge

Die Empirica Analyse hat sich aber nicht nur mit Preissteigerungen beschäftigt, sondern zeigt auch ein sogenanntes „Städte-Kaufpreis-Ranking“. Hier ist die Verteilung eindeutig, denn die höchsten Preise finden sich in der bayerischen Metropole München. Auf Platz 2 befindet sich allerdings erstaunlicherweise keine weitere Großstadt, sondern es ist die süddeutsche Stadt Freiburg, die den zweiten Platz belegt. Auf Platz drei und vier folgen ebenfalls zwei Städte auf dem süddeutschen Raum, nämlich zum einen Stuttgart und zum anderen Ingolstadt. Komplettiert werden die Top 5 durch Hamburg, wo ebenfalls die höchsten Preise vorherrschen. Die Studie zeigt übrigens auch, dass die Mietpreise mit Abstand nicht so stark wie die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Ein- sowie Zweifamilienhäuser gestiegen sind.

Auch hier gibt es eine interessante Unterteilung, in welchen Städtearten welcher Anstieg stattgefunden hat, wenn man die aktuellen Mietpreise mit denen aus dem vierten Quartal 2015 vergleicht:

  • Kreisfreie Städte: 0,5%
  • Landkreise: 1,0%
  • deutschlandweit: 0,8%

Vergleicht man den Preisanstieg auf das gesamte vergangene Jahr gesehen, so betrug der Anstieg in Deutschland durchschnittlich knapp vier Prozent. Aktuell ist es ebenfalls die bayerische Landeshauptstadt München, die nicht nur im Hinblick auf die Preise für Eigentumswohnungen bzw. Immobilien am teuersten ist, sondern auch hinsichtlich der Mietpreise.

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