Energieverbrauch bei Wohnhäusern – so setzt er sich zusammen

energieverbrauch
9. Mai 2016

Die Nebenkosten nehmen mittlerweile in Deutschland bei vielen Mietern und Wohnungseigentümern einen relativ großen Teil der Gesamtkosten ein, die für das Wohnen anfallen. Teilweise bewegt sich der Anteil der Kosten für den Energieverbrauch bei manchen Mietern im Bereich zwischen 20 bis über 30 Prozent der gesamten Wohnkosten. Kaum ein Verbraucher stellt sich dabei allerdings die Frage, wie sich der Energieverbrauch bei Wohnhäusern eigentlich im Detail zusammensetzt. Dabei gibt es dazu durchaus sehr interessante Statistiken und Untersuchungen, die sich in erster Linie damit beschäftigen, nach welchen Anwendungsbereichen gestaffelt in Wohnhäusern eigentlich Energie verbraucht wird und wie hoch der Durchschnittsverbrauch insbesondere bei Strom, Erdgas und Erdöl in Deutschland ist.

Die Energieträger im Vergleich

Wenn vom Energieverbrauch bei Wohnhäusern gesprochen wird, dann sind damit in erster Linie die folgenden drei Verbrauchsgüter gemeint:

  • Strom
  • Erdgas
  • Heizöl

Eine Aufteilung nach Energielieferanten ist zwar für den Verbraucher sicherlich nicht allzu interessant, zeigt aber ganz deutlich, in welche Richtung der Energieverbrauch geht, was die jeweiligen Energieträger betrifft. Den Hauptteil des Energieverbrauchs nimmt in dem Zusammenhang das Gas ein, gefolgt vom Mineralöl und Strom. Demgegenüber sind Fernwärme und Kohle zwar nicht zu unbedeutenden Energieträgern geworden, allerdings haben sie im Vergleich zu den drei Hauptenergieträgern einen relativ geringen Anteil.

Aufteilung des Energieverbrauchs nach Anwendungsbereichen

Deutlich interessanter ist es für Verbraucher sicherlich, wie sich der Energieverbrauch nach Anwendungsbereichen aufteilt. In erster Linie sind es die folgenden Bereiche, die unterteilt werden können:

  • Raumwärme
  • mechanische Energie
  • Beleuchtung
  • Warmwasser

Bei diesen Anwendungsbereichen im Vergleich nimmt die Raumwärme den mit Abstand größten Anteil von fast Dreivierteln ein. Mit großem Abstand folgen Warmwasser und die mechanische Energie. Die Beleuchtung hat dagegen nur einen vergleichsweise geringen Anteil beim Energieverbrauch. Vereinfacht dargestellt heißt das, dass der meiste Energieverbrauch bei Wohnhäusern dadurch entsteht, dass die Wohnräume eine ausreichende Temperatur haben müssen.

Der durchschnittliche Verbrauch an Strom in Deutschland

Interessant ist nicht nur, wie sich der Energieverbrauch bei Wohnhäusern nach Anwendungsbereichen zusammensetzt, sondern für viele Verbraucher ist es mindestens genauso wichtig zu wissen, wo eigentlich die Durchschnittswerte beim Verbrauch liegen. Auf Basis dieser Zahl lässt sich dann nämlich festhalten, ob man selbst relativ viel verbraucht oder er zu den sparsamen Personen gehört.

Schaut man sich beispielsweise den durchschnittlichen Verbrauch an Strom an, so werden schon seit Jahren die folgenden Werte je nach Haushaltsgröße angesetzt:

  • 1-Personen-Haushalt: ca. 1.700 kWh
  • 2-Personen-Haushalt: ca. 3.000 kWh
  • 3-Personen-Haushalt: ca. 4.200 kWh
  • 4-Personen-Haushalt: ca. 5.100 kWh

Für viele Verbraucher ist der Verbrauch in kWh eine relativ abstrakte Größe. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle zwei Beispiele geben, welche Geräte und Tätigkeiten im Durchschnitt eine Kilowattstunde an Strom verbrauchen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Arbeit am PC über 5-6 Stunden hinweg. Das andere Beispiel dafür wäre eine Energiesparlampe mit einer Leistung von 20 Watt rund 50 Stunden lang ununterbrochen brennen zu lassen.

Durchschnittlicher Verbrauch bei Erdgas und Heizöl

Neben dem Strom gehören selbstverständlich auch die Heizkosten zu den Energiemaßnahmen, die den größten Anteil am gesamten Energieverbrauch haben. Auch in diesem Bereich sind Durchschnittswerte sehr interessant, da sie für Verbraucher als Orientierung dienen. Im vergangenen Jahr lag der Durchschnittsverbrauch beim Erdgas in Deutschland bei etwa 15,5 Kubikmeter bzw. 155 kWh je Quadratmeter Wohnfläche. Bei einer Wohnungsgröße von 100 Quadratmetern kann also durchschnittlich mit einem Verbrauch von 16.000 Kilowattstunden gerechnet werden.

Ähnliche Durchschnittswerte gibt es natürlich auch beim Heizölverbrauch, wobei es selbstverständlich vor allem vom Heizverhalten und von der Wohnungsgröße abhängt, welche Kosten hier anzusetzen sind. Im Durchschnitt betrachtet lag der Heizölverbrauch im vergangenen Jahr bei rund 13,2 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche. Diese Werte können allerdings deutlich schwanken und hängen natürlich unter anderem auch davon ab, ob es einen eher kalten oder warmen Winter gibt.

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