Rürup-Rente: Attraktive Steuervorteile

Rürup Rente
27. Juni 2018

Steuervorteile machen die Rürup-Rente vor allem für gut verdienende Selbständige interessant. Angestellte profitieren in geringerem Maße. Allerdings müssen Rürup-Sparer sich im Klaren sein: Für die Steuervorteile und die lebenslange Rente sind im Gegenzug starre Auszahlungsregeln zu akzeptieren.

Es gibt Dinge, die den eigenen Namen unsterblich machen. Der Ökonom und ehemaligen Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Fünf Weise“) Bert Rürup hat das mit der Rürup-Rente geschafft. Eigentlich heißt sie Basisrente. Sie soll Selbständigen die gesetzliche Rentenversicherung ersetzen.

Wie funktioniert die Rürup-Rente

Die staatlich geförderte Zusatzvorsorge steht zwar allen offen. Aber sie ist vor allem für Selbständige gedacht, die keine gesetzliche Rente oder Riesterrente aufbauen können. Rürup- oder Basisrenten werden in speziell dafür vorgesehenen Tarifen angeboten. Das können wie bei der Riesterrente klassische Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen oder Fondssparpläne sein. Auf Wunsch kann man Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Hinterbliebenenversorgung integrieren. Das kostet allerdings Rendite. Der Staat unterstützt mit Steuervorteilen beim Aufbau der Altersvorsorge. Bis zu 23.362 Euro (Singles) und 46.724 Euro (Verheiratete) können 2017 als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden, davon werden aktuell 84 Prozent angerechnet. Bis 2025 steigt der Satz pro Jahr um 2 Prozentpunkte auf dann 100 Prozent.

So kann ein Single mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 100.000 Euro rund 9000 Euro Steuern sparen, wenn er den Maximalbeitrag in eine Rürup-Rente einzahlt. Bei Angestellten ist der Vorteil geringer, weil man ihre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung auf die Maximalsummen anrechnet. Frühestens ab dem 60. Lebensjahr (bei Verträgen ab 2012: 62. Lebensjahr) setzt die lebenslange Rente ein. Dann will auch das Finanzamt seinen Anteil. Wie hoch der zu versteuernde Anteil der Rente ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Bei Renteneintritt 2017 müssen lebenslang 74 Prozent der Rürup-Rente versteuert werden. Der steuerpflichtige Anteil erhöht sich bis 2040 auf 100 Prozent

Vorteile und Nachteile der Rürup-Rente

Rürup-Sparer müssen keine festen Beiträge zahlen. Die Flexibilität können Selbständige mit schwankendem Einkommen gut nutzen. So ist ein Vertrag mit niedrigen regelmäßigen Einzahlungen möglich (z.B.100 Euro pro Monat), in den in guten Einkommensjahren auch höhere Beiträge eingezahlt werden können. Damit bieten die Verträge nicht nur hohe Flexibilität, auch die steuerliche Belastung lässt sich optimieren. Zwar muss die Rente später versteuert werden. Bei Selbständigen im Ruhestand ist das steuerpflichtige Einkommen meist deutlich niedriger als in der aktiven Zeit.

Die großen Möglichkeiten bei der Steueroptimierung müssen Rürup-Kunden allerdings mit Einschränkungen bezahlen. Denn die Basisrente ähnelt der gesetzlichen Rente stark. So dürfen Rentenzahlungen frühestens ab 60/62 fließen. Auszahlungen eines Teils des Kapitals sind anderes als bei Riester-Verträgen nicht möglich. Bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages müssen die Steuervorteile erstattet werden Die Rentenansprüche kann man nicht übertragen, beleihen oder verkaufen. Eine Rentengarantie oder Hinterbliebenenabsicherung ist zwar möglich, kostet aber Rendite.

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