Risikolebensversicherung – Entscheidung aus Vernunft

Risikolebensversicherung
6. Juni 2018

Vor Schicksalsschlägen ist niemand sicher. Vor allem wenn in einer Familie ein Elternteil stirbt, reicht die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen aus der gesetzlichen Rente in den meisten Fällen nicht aus. Wer Lebenspartner, Kinder, Familienmitglieder oder Freunde versorgt wissen will, sollte eine Risikolebensversicherung abschließen.

Mit einer Risikolebensversicherung sichert man andere finanziell für den Fall des eigenen Todes ab. Das bedeutet: Diese Absicherung braucht man nur dann, wenn es materiell abhängige Personen zu versorgen gilt. Singles ohne Kinder benötigen eine solche Police in der Regel nicht. Anders sieht es bei Familien mit Kindern aus – oder wenn man gemeinsam mit einem Partner größere finanzielle Verpflichtungen wie einen Immobilienkauf oder die Gründung eines Unternehmen eingegangen ist.

Risikolebensversicherungen sind im Vergleich zu anderen Policen einfache Produkte: Versicherer kalkulieren anhand der Informationen aus einem Gesundheitsfragebogen und vor allem aus der statistischen Lebenserwartung des Antragstellers die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalls während der Vertragslaufzeit ein. Entsprechend werden die Beiträge festgesetzt. Junge Versicherte zahlen so niedrigere Sätze als ältere, kerngesunde weniger als leicht erkrankte Antragssteller. Raucher und Sportler mit riskantem Hobby müssen dagegen mit Aufschlägen rechnen.

Lassen Sie sich von einer Bank vor Ort beraten.

Risikolebensversicherung: Auswahl nach Preis

Für eine vereinbarte Versicherungsdauer wird eine bestimmte Summe abgesichert. Im Todesfall erhalten dann die Hinterbliebenen diese. Wenn der Versicherte die Vertragslaufzeit überlebt, profitiert die Versicherung. Anders als bei Kapitallebensversicherungen bekommt der Versicherte nämlich kein Geld ausgezahlt. Im Gegenzug sind Risikolebensversicherungen für jüngere Vertragsnehmer verhältnismäßig preisgünstig. Für eine 200.000-Euro-Police über 20 Jahre zahlt ein 30 Jähriger ca. 30 bis 50 Euro monatlich.

Die Suche nach einem Anbieter ist recht einfach: Im ersten Schritt sollte man die Versicherungssumme definieren. Drei bis fünf Jahresgehälter des Versicherten gelten als geeignete Marke. Wenn man noch ein Haus abbezahlen muss, kann die Summe auch höher ausfallen. Dann lohnt es sich unter Umständen, die Versicherungssumme degressiv zu gestalten. Das heißt: Mit voranschreitender Abzahlung sinkt die versicherte Summe – so kann man die Beiträge senken.

In einem zweiten Schritt sollte die Laufzeit festgelegt werden. Sie hängt davon ab, wie lange man damit Hinterbliebene im Todesfall versorgen will. Kinder sollten bis zum 20., besser bis zum 25. Lebensjahr abgesichert werden. Mit höherem Alter des Versicherten bei Laufzeitende steigt allerdings auch der Preis der Police deutlich an. Weil die Versicherungsleistung gleich ist (Geld im Todesfall) können Versicherungsnehmer anschließend einfach nach dem Preis wählen. In der Regel gehören Direktversicherer zu den preiswertesten Anbietern.

Partnerversicherung: Ein Vertrag für zwei

Früher empfahl man die Risikolebensversicherung vor allem für den Hauptverdiener (meistens den Mann). Heute ist das anders. Statt zwei Verträgen können sich Lebenspartner auch gemeinsam mit einem Vertrag absichern. Die sogenannte verbundene Risikolebensversicherung zahlt dann beim Tod eines der beiden Versicherungsnehmer an den Hinterbliebenen aus. Die Absicherung über einen Vertrag ist meistens günstiger als über getrennte Verträge.  Allerdings wird die Versicherungssumme auch nur einmal ausgezahlt. Bei einem Unfalltod beider Eltern etwa erhalten Kinder nur eine Auszahlung. Zudem muss man bei einer Trennung möglicherweise das Bezugsrecht ändern.

Risikolebensversicherungen: Was ist zu beachten?

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